{"id":16172,"date":"2020-11-26T22:01:53","date_gmt":"2020-11-26T21:01:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lardenbach.de\/?p=16172"},"modified":"2021-05-20T21:05:37","modified_gmt":"2021-05-20T20:05:37","slug":"ehemalige-genossenschaft-vor-100-jahren-gegruendet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lardenbach.de\/?p=16172","title":{"rendered":"Ehemalige Genossenschaft vor 100 Jahren gegr\u00fcndet"},"content":{"rendered":"\n<p>Lardenbacher Bezugs- und Kreditgenossenschaft seit 1971 der heutigen Volksbank Mittelhessen angegliedert \u2013 2005 gab es einen Bank\u00fcberfall<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4tten sich die Zeiten in den letzten 100 Jahren nicht so gravierend ge\u00e4ndert und w\u00e4re auch eine Fusion mit der damaligen regionalen Volksbank Gie\u00dfen nicht erfolgt, dann k\u00f6nnten die Lardenbacher in diesem Jahr ein besonderes Jubil\u00e4um feiern. Denn am 29. April 1920 vor 100 Jahren beschlossen 65 Personen unter den Namen \u201eLandwirtschaftliche Bezugs- und Kreditgenossenschaft die Gr\u00fcndung einer Genossenschaft f\u00fcr Lardenbach. Die offizielle Eintragung in das Genossenschaftsregister beim oberhessischen Amtsgericht in Laubach erfolgte am 24. Oktober 1920. Grund der Gr\u00fcndung war der gemeinschaftliche Einkauf von Verbrauchsstoffen und Gegenst\u00e4nden des landwirtschaftlichen Betriebs, sowie der Verkauf von landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Dem ersten Vorstand geh\u00f6rten Vorsitzender Karl M\u00fcller, Rechner Christian Schmidt II. und Karl Keil an. Die positive Entwicklung der Genossenschaft zeigte sich in den steigenden Mitgliederzahlen, die im Jahr 1936 auf 145 und im November 1940 auf 211 gestiegen waren. Die f\u00fcr jedes Mitglied auf einen Gesch\u00e4ftsanteil begrenzte Haftsumme betrug anfangs 200 Mark. Im Jahr 1950 wurde unter der Leitung von August Jung ein Au\u00dfenlager in Freienseen er\u00f6ffnet. Zu jener Zeit \u00fcbernahm auch der im Dorf als \u201eGro\u00dfe Wilhelm\u201c bekannte Wilhelm Schmidt von seinem Vater Karl Schmidt die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung. Zur Unterst\u00fctzung standen ihm im Laufe seiner Zeit Wilhelm D\u00f6rr, Helga Peitz und Roselinde Haeske zur Seite. Die Mitgliederversammlung beschloss im Jahr 1958 die Namens\u00e4nderung in Spar- und Darlehnskasse Lardenbach. Deren Vorstand geh\u00f6rten neben dem Vorsitzenden Reinhard Keller noch die Mitglieder Hugo Becker, ein Herr Maurer, Adolf Felsing, Rudi Hofmann, Georg He\u00dfler, Hugo Immelt, Wilhelm Eckhardt, Otto Stiehler und Otto Rock an. Neben dem landwirtschaftlichen Warenlager und dem Finanzgesch\u00e4ft besa\u00df die Genossenschaft noch eine Waschanlage mit Schleuder und eine W\u00e4schemangel. F\u00fcr die Landwirte standen ein Lanz-Bulldog mit Binder, ein Krautschl\u00e4ger, eine Kartoffeld\u00e4mpfanlage und eine Getreidereinigungsanlage zur Verf\u00fcgung. Personelle und strukturelle Ver\u00e4nderungen gab es 1962 mit der Wahl von Albert M\u00fcller zum Vorstandsvorsitzenden und der Gesch\u00e4ftsstellenbesetzung durch Ernst Lind im Jahr 1966. Nach dessen altersbedingten Ausscheiden \u00fcbernahm zum Jahresbeginn 1979 Dieter Stroh die Zweigstellenleitung. Ihm folgten ab 1994 bis 1998 Sven Pappe und danach Corina Tr\u00f6ller nach. Zu den weiteren Mitarbeiterinnen z\u00e4hlten in der Zeit 2000 bis 2008 u. a. Ilona Schmidt, Katja Stock, Gaby Allgeyer und Jutta Daubertsh\u00e4user. Das Warenlager betreute ab dem 1. Juli 1977 bis zu dessen Aufl\u00f6sung am 1. Januar 1987 Heinrich Frank. Bereits 1985 wurde das zwischenzeitlich von Willi Kl\u00f6s gef\u00fchrte Zweigwarenlager in Freienseen aufgel\u00f6st. Die am 25. Februar 1971 beschlossene Verschmelzung der Sparda Lardenbach mit der Volksbank Gie\u00dfen lie\u00df nach deren Vollzug im Bankgesch\u00e4ft einen weiteren Aufschwung mit deutlichen Steigerungen bei den Geldeinlagen erkennen. So konnte auch am 25. Oktober 1980 ein Zweistellenneubau eingeweiht werden. Das Geb\u00e4ude wurde sp\u00e4ter nach der \u00fcberraschenden Zweigstellenschlie\u00dfung am 15. Dezember 2008 dann im November 2009 an Privat verkauft. Noch vor der Schlie\u00dfung konnte am 12. April 1995 unter Beteiligung der \u00f6rtlichen Vereine mit einem abwechslungsreichen Festprogramm und der Band \u201eAmigos\u201c sowie Volksbank-Direktor Herbert Mack das 75-j\u00e4hrige Bestehen der einstigen Landwirtschaftlichen Bezugs- und Kreditgenossenschaft gefeiert werden. Eine Feier zum 100. Jubil\u00e4um wird es nat\u00fcrlich nicht geben. Doch d\u00fcrfte heute noch gerade der \u00e4lteren Lardenbacher Bev\u00f6lkerung neben den weiteren zwischenzeitlich geschlossenen Lardenbacher Gesch\u00e4ften dieser Kommunikation-Treffpunkt fehlen. So bleiben nach der Schlie\u00dfung nur die Erinnerungen an eine in der fr\u00fcheren Zeit wichtigen Einrichtung, in der man laut der Festrede des ehemaligen Volksbankdirektors Herbert Mack jedem Kunden bei der Abwicklung der Bankgesch\u00e4fte stets pers\u00f6nlich die Hand reichen wolle. Diese damalige Aussage d\u00fcrfte sich inzwischen aber durch die Filiale-Schlie\u00dfung und den \u201esogenannten\u201c Fortschritt und die damit verbundene Digitalisierung schon lange \u00fcberholt haben. Ein ungew\u00f6hnliches aufregendes Ereignis war f\u00fcr eine Mitarbeiterin der Lardenbacher Volksbank-Zweigstelle ein versuchter und bis heute nicht aufgekl\u00e4rten Bank\u00fcberfall am 4. Januar 2005. Durch das beherzte Auftreten der Bankangestellten musste, der mit einer \u201ePhantom der Oper-Maske\u201c und einem hellen Strohhut maskierte T\u00e4ter jedoch ohne Beute abziehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lardenbacher Bezugs- und Kreditgenossenschaft seit 1971 der heutigen Volksbank Mittelhessen angegliedert \u2013 2005 gab es einen Bank\u00fcberfall H\u00e4tten sich die Zeiten in den letzten 100 Jahren nicht so gravierend ge\u00e4ndert und w\u00e4re auch eine Fusion mit der damaligen regionalen Volksbank Gie\u00dfen nicht erfolgt, dann k\u00f6nnten die Lardenbacher in diesem Jahr ein besonderes Jubil\u00e4um feiern. 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