{"id":17454,"date":"2024-09-05T09:33:58","date_gmt":"2024-09-05T08:33:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lardenbach.de\/?p=17454"},"modified":"2024-09-05T09:34:52","modified_gmt":"2024-09-05T08:34:52","slug":"fotografien-aus-dem-vogelsberg-das-projekt-magel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lardenbach.de\/?p=17454","title":{"rendered":"Fotografien aus dem Vogelsberg &#8211; das Projekt Magel"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Historische Bilderausstellung vom 22. September bis 06. Oktober 2024 in der St\u00fcckguthalle des Bahnhofes M\u00fccke<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine Bilderschau mit historischen Aufnahmen der ehemaligen Ilsdorfer Fotografen Heinrich und Gustav Magel pr\u00e4sentiert die &lt;Magel-Arbeitsgruppe> an drei Sonntagen in der von der Kulturinitiative M\u00fccke betriebenen St\u00fcckguthalle des Bahnhofes M\u00fccke in der Bahnhofstra\u00dfe 102. Die am 22. September 2024 von 15.00 bis 17.00 Uhr beginnende Ausstellung findet am 29. September zur gleichen Uhrzeit mit einem Erz\u00e4hlcaf\u00e9 ihren Fortgang. Beendete wird die Pr\u00e4sentation am 6. Oktober, wo dann auch bilanziert wird wie es weiter geht, welche Informationen konnten mit Hilfe der Zeitzeugen neu gewonnen werden? Was konnte auf den ausgestellten Bildern erkannt und zugeordnet werden? Sind weitere Fotografien und Details der Vergangenheit hinzugekommen? Und was geschieht nun mit diesem Archiv?\u00a0 Doch Dank der Kooperation mit dem Freilichtmuseum Hessenpark d\u00fcrfte dieses mit den vielen Glasplatten in der Zukunft erhalten und gesichert sein. Im Jahr 1891 er\u00f6ffnete der sich gerne franz\u00f6sisch angesprochene &lt;Henry> Heinrich Magel, sein Fotostudio in der Darmst\u00e4dter Stra\u00dfe in Ilsdorf. Der f\u00fcr die damaligen Verh\u00e4ltnisse viel in der Welt Herumgekommene schaffte es mit seinem Pferd bis nach Paris, wo er das Fotografieren erlernte. Bei seiner Heimkehr lie\u00df er sich in seinem Heimatort Ilsdorf nieder. Dort war er 1865 zur Welt gekommen und hier heiratete er 1895 Katharina Bender aus R\u00f6delheim. Mit dem geschultem Blick seiner au\u00dfergew\u00f6hnlichen Reisen und mit einer Fotoausr\u00fcstung, die f\u00fcr damalige d\u00f6rfliche Verh\u00e4ltnisse ungew\u00f6hnlich war, fotografierte er fortan alles, was ihm Arbeit und Brot brachte. Sein 1899 geborener \u00e4ltester Sohn Gustav trat dann in seine Fu\u00dfstapfen. Nach dem Tod des Vaters im Jahr 1931 setzte Franz Gustav die Fotografent\u00e4tigkeit bis etwa 1960 fort. Obwohl sich unz\u00e4hlige Aufnahmen aus den Linsen der Magels in den Fotoalben der Familien in M\u00fccke und Umgebung befinden, geriet der Name der Fotografen in Vergessenheit. Erst die Sammlung des Kunstturms M\u00fccke mit historischen Fotografien aus dem Bergbau machte wieder darauf aufmerksam, dass es hier jemanden gab, der ungew\u00f6hnlich gute Fotos aus jener Zeit gemacht hat.<br>Der gl\u00fcckliche Zufall wollte es, dass eine junge K\u00fcnstler-Familie in die Nachbarschaft der Nachkommen der Fotografen zog. So kam es, dass das umfangreiche Werk, festgehalten auf gro\u00dfen Glasplatten, zumindest in Teilen entdeckt, geborgen und gesichert werden konnte. Seit gut zwei Jahren treffen sich der bildender Ilsdorfer K\u00fcnstler Thomas Lamadieu, der Klein-Eichener Amateurhistoriker Werner Zimmer und das in Bobenhausen II wohnhafte Mitglied Karl-H. Rudi vom Kunstturm M\u00fccke als &lt;Magel Arbeitsgruppe> um in m\u00fchevoller Feinarbeit die Glasnegativplatten und Papierabz\u00fcge zu sichten, zu\u00a0 reinigen und zur digitalen Speicherung einzeln zu reproduzieren. Somit kann nun im passenden Ambiente der ehemaligen St\u00fcckguthalle ein erster kleiner Teil des fotografischen Lebenswerkes von Vater und Sohn, Henry und Gustav Magel gezeigt werden. Die Motive der ausgestellten Fotografien erstrecken sich von privaten Aufnahmen der Familie Magel selbst, \u00fcber Ansichten Ilsdorfs, Familienfeiern, Portraits, Landschaftsaufnahmen, H\u00e4useransichten, vom Alltag bis hin zu Arbeit und Handwerk im Zuge der Modernisierung. Aber auch Bilder der fast systematischen Dokumentation der Reichsarbeitsdienstlager in Oberhessen werden gezeigt. W\u00e4hrend der Vorstellung der Bilder am Sonntag, den 22.9.2024 wird zudem das Reproduzieren der Glasplattennegative und der Fotoabz\u00fcge vor Ort demonstriert. Am zweiten Ausstellungssonntag erhofft sich die Gruppe beim Erz\u00e4hlen von Zeitzeugen, was an Erinnerung geblieben ist. Zum Beispiel vom Bau der Eisenbahn, vom Alltag in M\u00fccke zur damaligen Zeit, vom Besuch des Fotografen in der Schule, von den Menschen auf den Fotos. Die Arbeitsgruppe l\u00e4dt dazu ein, auch eigene Fotos aus dem Fotostudio Magel mitzubringen, die dann ebenfalls digitalisiert werden k\u00f6nnten. Dabei ist es der Arbeitsgruppe wichtig, f\u00fcr die Dokumentation festzuhalten, wer oder was auf den Bildern zu sehen ist. Dankbar ist die Arbeitsgruppe schon jetzt den Sponsoren, den Kooperationspartnern und dem Hessischen Ministerium f\u00fcr Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur, das mit dem Projektf\u00f6rderprogramm &lt;LandKulturPerlen> diese Ausstellung erm\u00f6glichen. Informationen und Termine f\u00fcr Gruppenf\u00fchrungen sind telefonisch unter 06645\/1613 zu erhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Historische Bilderausstellung vom 22. September bis 06. 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