568/1153 | Lardenbach.Vereine. Dorf-Neu

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Anwesend war weiterhin eine Abordnung aus Weitershain mit Ortvorsteherin Anita Weitzel an der Spitze. Das Amt für Regionalentwicklung und den ländlichen Raum vertrat Ulrike Stiehl. Besonders begrüßt wurde der für die Planung und Durchführung verantwortliche Architekt Ingenieur Klaus Grabowski (Kronberg). Die Feier wurde mit einer Kaffee- und Kuchentafel begonnen. Hierzu standen nahezu dreißig selbstgebackene gespendete Kuchen zur Verfügung. In dem sich anschließendem offiziellen Teil ging Bürgermeister Frank Ide in seinen Ausführungen auf die Veränderungen ein. So hätten sich in den neun Jahren Dorferneuerung Lardenbach/Klein-Eichen die Ansichten beider Orte zum Positiven verändert.

 Er nannte die beiden Stadtteile als nachahmenswerte Musterbeispiele der Dorferneuerung. Dies beziehe sich nicht nur auf die sichtbaren Projektmaßnahmen. Dazu zähle auch besonders der Zusammenhalt und das Eintreten für ein harmonisches  Allgemeinwohl. Landrat Willi Marx stellte fest, dass das „Leben auf dem Lande“ schön sein kann. Er nannte beide Orte als klein, fein, selbstbewusst und beachtenswert. Für Lardenbach und Klein-Eichen stellte er fest, dass die Umsetzung der Dorferneuerung ganz seinen Vorstellungen nach über „den Kopf, das Herz und die Hände“ erfolgt sei. Der Landrat sprach sich gleichzeitig für eine grundsätzliche Fortführung der Dorferneuerung aus, da der ländliche Raum das Förderprogramm brauche. Auf die privaten und öffentlichen Maßnahmen ging die zuständige Sachbearbeiterin Ulrike Stiehl vom Amt für Regionalentwicklung ein. Sie erwähnte dabei die außergewöhnlich hohe Zahl von sechzig privaten Fördermaßnahmen. Dabei standen die Gebäudeerhaltung und die Beratungen im Vordergrund.

 Bei den dreißig durchgeführten öffentlichen Maßnahmen seien Zuwendungen für die Neugestaltung von Plätzen und Gebäuden geflossen. Eine wichtige Aufgabe sei besonders dabei, diese Objekte mit Leben zu erfüllen. In den beiden Orten sei dieses durch das Bürgerengagement und das Finden von Lösungen in der Gemeinschaft sehr gut gelungen. Sie bedauerte auch, dass aus finanziellen Gründen nicht alle von dem Arbeitskreis erwünschen Vorhaben umgesetzt werden konnten. Nach Ansicht von Städteplaner Klaus Grabowski habe trotz so mancher anfänglichen Schwierigkeiten die Freude und der Spaß an der Arbeit in Lardenbach und Klein-Eichen überwogen. Es sei nicht immer leicht gewesen, bis man eine endgültige Lösung gefunden habe. Besonders der Lardenbacher Dorfplatz „Am Helgenstock“ erforderte einige Diskussionen und ist heute dank einer späteren Eigeninitiative der Anwohner zu einem Schmuckstück geworden. Grabowski dankte allen Beteiligten für eine schöne gemeinsame Zeit. 

Seinen Dank an alle Helfer, Bürger und Behörden sprach Werner Zimmer in seiner Funktion als Ortsvorsteher und Vorsitzender des Arbeitskreises Dorferneuerung Lardenbach/Klein-Eichen aus. Er stellte fest, dass die Dorferneuerung eine tolle Sache war, und dass dadurch letztendlich Jedem das Dorf bewusster geworden sei. Dem Stadtteil Weitershain wünschte er wie alle anderen Redner für deren nun anlaufende Dorferneuerung eine entsprechende Motivation. Die enorme Eigenleistung stellte Ortsvorsteher Jürgen Hofmann zum Abschluss der Feier fest. Er dankte dabei besonders dem örtlichen Metzgermeister Hans-Georg Kielbassa. Dieser hatte oftmals den freiwilligen Helfern bei ihrem Arbeitseinsatz eine Stärkung zur Verfügung gestellt. Eine Anerkennung mit der Übergabe eines Geschenkes erfuhren weiterhin die sich für die Dorferneuerung und deren Umsetzung eingetretenen Roland Voll, Manfred Daniel, Karlheinz Erdmann, Siegbert Damaschke, Werner Zimmer, Karl-Ernst Lind und Karl Stöhr.

Dem Rückblick folgte dann eine Ortsbegehung, wo bei entsprechenden Erläuterungen die einzelnen Objekte in Augenschein genommen werden konnten. Eine Bereicherung war zudem die Filmvorführung von Ernst Volp. Der Hobbyfilmer hatte mit seiner Videokamera das Geschehen um die Dorferneuerung festgehalten und präsentierte mehrfach zur Freude der Betrachter einen viel beachteten 25-minütigen Film. Ausgiebig informieren konnten sich die Besucher auch in einer von Werner Zimmer zusammen gestellten Dokumentation mit zahlreichen Presseberichten und Bildern. Für die Bevölkerung und die vielen Gäste bot sich auf dem Dorfplatz bei entsprechenden Speisen und Getränke die Möglichkeit das Ende einer erfolgreichen Dorferneuerung bis in die späten Nachtstunden zünftig zu feiern.